Die Arve könnte in der Schweiz teilweise verschwinden – dies zeigt eine Untersuchung des Instituts für Schnee- und
Lawinenforschung (ISLF Davos). Ihre lange Lebensdauer ist möglicherweise nachteilig für die Anpassung an den
Klimawandel. Aufgrund ihrer Kältetoleranz wächst die Arve an der oberen Waldgrenze. Infolge der Erwärmung wird der
Nadelbaum allenfalls durch schneller wachsende Arten wie die Fichte oder die Kiefer verdrängt. Ihre Rettung könnte sein,
höher zu wandern. Aber Wissenschaftler bezweifeln, dass die Arve dazu in der Lage ist. Denn sie kann bis zu 500 Jahre
alt werden, und sie wird erst im Alter von 40 – 60 Jahren fortpflanzungsfähig. Die Zapfen, die heute für die
Fortpflanzung sorgen, stammen deshalb von Exemplaren, deren Keimlinge möglicherweise noch an das kühlere und feuchtere
Klima der damaligen Zeit angepasst sind. Genetische Analysen haben ergeben, dass junge Arven in höher gelegenen Teilen
des Waldes gut für die Anpassung an den Klimawandel gerüstet sind, nicht aber junge Bäume, die weiter unten wachsen. Die
Art könnte daher teilweise verschwinden.
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